Neu! Lese-Ecke ...

Hier werden sporadisch Gedichte, Kurzgeschichten und Haikus von mir und lieben befreundeten AutorInnen  vorgestellt.

APOLLON TEMPEL Verlag, Lese-Ecke, Gedichte, Kurzgeschichten, Haikus

Sendet mir Eure Werke, liebe KollegInnen. Ausgesuchte Beiträge werden eingestellt und z. B. zum "Gedicht des Monats" gekürt.  


 

 

Ich lade Sie, verehrte LeserInnen herzlich ein, es sich in der "Lese-Ecke" gemütlich zu machen ...

Rambo

Muss ich Euch erzählen … 

 

Eine renommierte Fleischhauerei in Lichtenwörth, die ich sehr empfehlen kann …

Vor der Tür, mitten im Eingangsbereich sitzt "Rambo". Er hat eine Familie, wohnt

ein paar Häuser vom Geschäft entfernt. "Rambo" ist auf etwas d'raufgekommen.

Er geht zur Fleischhauerei und setzt sein liebenswertestes, allerliebenswertestes

G'schau auf, einfach perfekt. Dann wartet "Rambo". Die Kundschaft vor mir an der

Theke sagt nach Abschluss ihrer Einkäufe: "Geben sie mir bitte noch ein Radl Wurst!"

Ich verstehe, die ist für "Rambo!" Also sage ich auch: "Bitte geben sie mir noch ein

paar Scheiben "Extra", als ich fertig bedient bin. "Rambo" freut sich, schwaffelt

dankbar, als ich das Geschäft verlasse. 

 

Schnell ist das "Leckerli" verzehrt, es läuten die Mittagsglocken. Rambo vergewissert

sich, dass es für ihn nichts mehr gibt und schlendert nach Hause, die wenigen Meter.

Wahrscheinlich findet er dort in seinem Schüsserl wieder etwas oder er gönnt sich ein

Mittagsschläfchen! "Rambo" wird wieder kommen und vielleicht siehst du ihn, beim

nächsten Einkauf!

 

Stimmsehnsucht

Monde gehen, Monde kommen,

oft werd‘ ich zum Hörer greifen,

deine Stimme nur zu hören!

Ach, in dem Moment, ich halte,

weiß ich doch, sie ist verklungen.

 

Ja, du hast sie mitgenommen.

Nur ihr Echo, zart und sacht,

kommt zu mir noch in der Nacht!

 


Halloween

Oktobertags zur Abendstunde

dreh'n Geister ihre Ehrenrunde.

Im Schlepptau zahlreich Gruselwesen:

Böse Hexen auf dem Besen,

Trolle, Zombies und Vampire,

Gevatter Tod und Fabeltiere,

Rabenkönig, Geisterbraut,

Skelett aus leeren Augen schaut.

Werwölfe und Horrorclown

erschrecken jeden nah dem Zaun.

 

Kürbisfratzen auf den Stufen,

abtrünnige Seelen rufen.

Angst und Schrecken in den Gassen,

dunkle Ecken sind verlassen.

Totenköpfe, Kerzen, Spinnen,

Gespensterfest mit allen Sinnen.

Kinder zieh'n mit großen Taschen,

um zu drohen und zu naschen.

Das Grauen schleicht von Haus zu Haus,

im Morgengrauen ist alles aus.

 


Der Igel

Ein Igel, eine Handvoll groß,

erwacht im bunten Blätter Schoß

und denkt jetzt wird es langsam Zeit,

mach für den Winter mich bereit.

 

Die Wiese hier, hat er erkannt,

die ist das reinste Schlemmerland,

worauf er geht, auf kleinem Fuß

und sucht den größten Hochgenuss.

 

Der Wind um seine Nas‘ weht kalt,

der Winter kommt, denkt er, recht bald

und Kälte kann ich nicht ertragen,

da grummelt es im Igelmagen.

 

Ich muss was essen, so sein Sinn,

hab heut‘ nicht viel im Magen drin.

Den Pfad entlang an dichten Hecken,

geht er, wo Schnecken sich verstecken.

 

Ja, ei der Daus, was für 'n Revier,

kein schleimig Tier entdeckt ich hier,

doch da sieht er gleich neben an,

ein Baum mit dicken Pflaumen dran.

 

Das ist schon was für Papas Sohn

denkt er, holt sich den süßen Lohn.

Ein Pfläumchen zuckersüß und weich,

das futtert er genüsslich gleich.

 

Danach, sinnt er, wie krieg - Oh Schreck,

ich all die leckeren Pflaumen weg.

Nun ist das Stacheltier nicht dumm

und kugelt flugs im Gras sich rum.

 

Im Nu hat er es hin gekriegt

und gleich drei Pfläumchen auf gepiekt.

Der Igel Mann bringt, weil er schlau,

die schwere Last zum Blätter Bau.

 

Das langt noch nicht, so denkt er sich,

da komm ich übern Winter nicht

und eins, drei, fix schnell überlegt,

macht er sich wieder auf den Weg.

 

Im Kompost der am Rande steht,

ein Regenwurm sich fix bewegt.

Mit kleinem Kopf und spitzer Schnauze,

haut er den Wurm sich in die Plauze.

 

Zufrieden, satt und voll im Magen,

kann er sogar ‘nen Apfel tragen,

von dem er nur den Saft verdaut,

weil‘s sonst ihn von den Beinchen haut.

 

Ein toter Falter, Käfer, Schnecken,

die tät er grade noch entdecken,

und ganz in seinem Sinn,

einen Pilz mit fetten Maden drin.

 

Nun, dieser Vorrat sollte reichen,

denkt er, der Herbst kann nun in Ruhe weichen.

Er streckt sich aus, müd und benommen,

von mir aus kann der Winter kommen.

 

Text: Werner Thieke

Illustration: Pixabay


Zauber

Wenn ich im Herbst durch unseren Garten gehe, öffne ich Augen, Herz

und Seele. Ich spüre, die Natur will mir etwas sagen und ich lausche und

beobachte. Blätter rascheln unter meinen Füßen, Vögel gleiten im Wind,

eine kleine Böe hat etwas erfasst und es klappert leise. Wolken verdunkeln

für einen Moment die Sonne, um sie gleich darauf wieder strahlen zu lassen.

Licht und Schatten zaubern Wesen, die ich vorher nie gesehen hatte. Leichtes

Frösteln überkommt mich, ich schließe meine Arme um mich und gehe zurück

ins Haus. Mit einer Tasse Tee blicke ich hinaus und habe in diesem Augenblick

den Anfang für ein neues Märchen gefunden, das ich schreiben werde ...

 

©Text: Markus Kohler

Foto: Pixabay 


Gedicht des Monats

Herbstzeit

 

Blätter fallen

Leise, leise

Nebel

wallen

Leise, leise

Tränen gleich

der Regen

rinnt.

 

Erntezeit

Freue Dich,

freue Dich

 

Liebeszeit

 Freue Dich,

freue Dich

 

Die Sonne golden

dem

Horizont entgegen sinkt.

 


Gedicht des Monats

Schatten springen
Berge erklimmen
Wellen reiten
Mauern durchbrechen
Sümpfe überqueren
Stürme erleben
Nebel durchschauen
Wege verlassen
Fremdes begrüßen

Leben erfahren


Sternschnuppennacht

Am sommerlich nächtlichen Himmel

ist es bald wieder so weit,

ein glitzerndes funkenld Gewimmel,

jährlich zur Sternschnuppenzeit.

 

Auch wenn man es kann rational erklären -

es ist einfach wunderschön.

Ich kann mich gegen den Zauber nicht wehren

und werde nach draußen gehen.

 

Dann stehe ich da und staune,

werd` demütig und ganz klein.

Und im Inneren raune ich ein Wünschelein.

 

Und glaubt mir, es ist wirklich wahr-

oft schon hat es sich erfüllt.

Drum freue ich mich Jahr um Jahr

auf diesen Zauber und dieses Bild.

© Gedicht Ursula Braun

Bildquelle: Pinterest

Bild: Catrin Welz-Stein 


Der Zaunkönig

Es war einmal ein kleiner König, der saß in einem Zaun.

Er war so winzig klein und braun, ein Mensch, der sah ihn kaum.

 

Es war einmal ein kleiner König, der saß in einem Zaun.

Seine Stimme klang so laut, er sang, dass war ein Traum.

 

Es war einmal ein kleiner König, der saß in einem Zaun.

Da kam 'ne Katze angeschlichen er flog zu einem Baum.

 

Jetzt sitzt er dort, auf einem Ast und wenn er kann, fliegt er zurück.

Als Zaunkönig ist er uns bekannt, und pfeift drauf nochmal ein Stück.

 

© Gedicht und Illustration Wiebke Worm


Frühling

Der Frühling ruft, die Seel´ erwacht, auch die Natur beginnt zu leben-

der laue Wind weht Tag und Nacht, will uns freud´ge Botschaft geben.

 

Die Sonne scheint, weckt allemal, Blüten, Knospen, hier auf Erden –

Der Regen fließt nach Gottes Wahl, aus Samenkörnern Pflanzen werden.

 

Menschen schauen, sich besinnen, innerlich nach Sehnsucht streben –

ein neues Leben kann beginnen, Frühling lässt die Seele leben.

Gedicht & Illustration © Helga Rikken

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Frühling ist …

Wenn der frühe

Gesang

der Amsel

mich weckt

ein Sonnenstrahl

mir die Nase kitzelt

das Plätschern

vom nahen Bach

meinen Geist

erfrischt

Ideen keimen

dann ist es Zeit

in meinem Garten

die Krusten

abzutragen

umzugraben

ihn zu bepflanzen

 

© Nore Dubach

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Die Meisen-Mama

Eine hübsche Vogeldame ist nicht allein  

und wünscht sich ein komfortables Heim,

mit ihrem frisch vermählten Bräutigam,

sie deshalb in unser Gartenparadies kam! 

 

Im Apfelbaum sitzt sie dann munter,

wirbelt in den Lüften rauf und runter.

Sucht ständig Baumaterial für das Nest,

dabei zuzuschauen ist ein wahres Fest.

 

Nachdem das Haus gebaut wie fein,

legt das Weibchen sieben Eier hinein

und brütet jetzt immerzu Tag für Tag,

das Gelege kaum noch verlassen mag.  

 

Meisen Papa hilft auch wo er kann,

das ist ein vorbildlicher Vogel-Mann.

Dann endlich ist die Brut geschlüpft,

bin vom freudigen Ereignis entzückt.

 

Fleißig fliegt Mama und besorgt Futter,

sie ist eine äußerst fürsorgliche Mutter.

Ständig auf der Suche nach Insekten,

Würmern, Larven und fressbarem Getier,

schreien viele Schnäbel mit ihrer Gier.

 

Doch rasch wachsen die Jungvögel ran,

weil Meisen-Mama das Aufziehen kann.

Der gefiederten Familie ganz viel Glück,

sie bringt Freude uns Menschen zurück!

 

Danke dafür, Du liebe kleine Meise,

für Euch die bebilderte Garten-Reise

 

© Text u. Fotos Karin Biela

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Gedicht des Monats!

Nun sitzen wir wieder mittendrin

im aufstrebenden Leben.

Maiwarm steigt es aus der Wiese.

In ihr krabbelts und summt es,

und blühts, tanzt es und flatterts.

Alles geschuldet dem Sonnenschein.

Oh ja, der Mai animiert mich zur Honigflöterei.

© Edith Hornauer

Foto Karin Biela

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Es ist Zeit!

Der Mensch greift ein in fast jedes Geschehen,

man kann es an der Zeit-Umstellung sehen ...

will optimieren, regulieren vor allem profitieren,

wird sich dabei hoffentlich nicht selbst verlieren.

 

Er zerstört brachial die Natur, ohne wenn und aber!

Ich kann es leider nicht mehr hören, das Gelaber ...

Von Politikern und Volksvertretern jeglicher Parteien,

dass sie auf dem besten Weg der Rettung seien ...

 

Denn nach wie vor schreit die Natur und Mutter Erde,

auf das ein jeder für sich nachdenke und wach werde.

Wir brauchen keinen "Kaffee to go" und Abfall dazu,

viel mehr Leute die aufpassen, wie ich und auch Du ...

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Elan und Mut,

dass ihr in Euren Köpfen und Herzen das Richtige tut.

Gebt acht auf Euch und die Geschöpfe auf dieser Welt,

so wird unser aller Geist und Sein durch Liebe erhellt...

 

Text © Karin Biela

Foto: Pixabay

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