Pfingsten

Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte bedeutende Fest innerhalb des Kirchenjahres. Wer meine vorangegangenen Blog-Artikel gelesen hat, weiß bestimmt noch, dass Pfingsten den Abschluss der sogenannten „HOCH-Zeit“ bildet, also 50 Tage nach Ostern. Und tatsächlich leitet sich das Wort aus dem griechischen Begriff "Pentekoste" zurück, der für "fünfzig" steht. Diese besagte Phase ist geprägt von aufblühenden Empfindungen, sei es auf der geistigen wie körperlichen Ebene. Und so ist es nur folgerichtig, dass viele Pärchen ihre HOCH-Zeit innerhalb dieser Zeitspanne feiern.

Als perfekter Heiratstermin erwies sich ebenfalls die royale Traumhochzeit von Windsor, als sich Prinz Harry und Meghan Markle in der „St George's Chapel“ das Ja-Wort gaben! Mehr als eine Million Zuschauer verfolgten in London die Zeremonie und über zwei Milliarden Zuschauer sahen via TV der Trauung zu. Sie konnten die romantische Vermählung verfolgen und der beeindruckende Predigt von Michael Curry lauschen. Der Bischof von Chicago sprach die blaublütigen Gäste mit „Brüder und Schwestern“ an und sprach von der Kraft der Liebe. Eben nicht nur die Liebe zu Gott, sondern die Liebe zum Nachbarn, die Liebe zu sich selber. Die allumfassende Liebe, die jeden einzelnen erfüllt und dessen Spirit die gesamte Menschheit verändern kann …

Laut Apostelgeschichte veränderte das „Pfingstwunder“ ebenfalls die Welt. Jesu Jünger wurden vom „Heiligen Geist“ erhellt, konnten plötzlich in mehreren Sprachen reden und verbreiteten im Auftrag Christi das Evangelium. Somit gilt Pfingsten als Gründung der Kirche. Das Kommen und Wirken des "Heiligen Geistes" wird also in der religiösen Tradition gefeiert und oft durch „Wind“, „Feuerzungen“ und eine „Taube“ dargestellt.

 

Seit der Antike verkörpert die Taube Sanftmut und Liebe. Man glaubte damals, die Taube habe keine Gallenblase und sei daher frei von allem Bitteren und Bösen. Hier schließt sich der Kreis, denn es ist üblicher Brauch, an Hochzeiten „weiße Tauben“ aufsteigen zu lassen. Sie tragen als Boten Gottes den Frieden und die Liebe hinaus in die Welt. Als „Seelenvogel“ schenken sie Hoffnung und Zuversicht.

Ebenfalls typisch für Pfingsten ist die Pfingstrose. Ein Fest ohne diese anmutenden und vor allem duftenden Blüten, kann ich mir persönlich gar nicht vorstellen. Deshalb pflücke ich jedes Jahr einen Strauß aus unserm Garten. Was für mich heute ein lieb gewonnenes Ritual ist, war in der chinesischen Kultur nur dem Adel vorbehalten. Nur sie konnten ihre Gärten mit Pfingstrosen schmücken, weshalb sie bis heute als glücksverheißend gelten und Reichtum sowie Wohlstand mit ihnen verbunden wird. Zudem beinhaltet die getrocknete Wurzel heilende Wirkstoffe und sie genießt eine große Bedeutung als Heilpflanze. In der Antike galt sie als magisch. Einer Überlieferung nach erweckte die Göttin Artemis Virbios wieder zum Leben. Ihre wundersame Wirkung wird im botanischen Namen "Paeonia" deutlich, er leitet sich vom Heilgott und Götterarzt "Paeon" ab.

Als Naturmystikerin nutze ich die Wirkung der Pfingstrose, indem ich ihre getrockneten Blütenblätter für Räuchermischungen verwende. Ihr spirituelles Potenzial kann hilfreich eingesetzt werden, denn sie verstärkt das Mitgefühl und die Nächstenliebe. Auch wieder Attribute für das Pfingstfest. Sehr interessant ist auch folgende Tarotkarte, die ich Ihnen als Liebhaberin besonderer Decks, gern vorstellen möchte.

 

Die "Hohepriesterin" aus dem Kräuter Tarot. Innerhalb der Großen Arkana verkörpert die Hohepriesterin oder auch Päpstin, die weibliche spirituelle Urkraft. Sie hat Einblick in höhere Zusammenhänge und ist dem Mond zugeordnet. Intuition gepaart mit Weisheit, sind bei ihr vorzufinden. Sie vertraut auf ihre innere Stimme und ist mit den kosmischen Gesetzten im Einklang. Wie zuvor gelesen werden der Pfingstrose mystische Kräfte zugesprochen, denn sie verbindet irdische und höhere Energien.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Pfingstfest und möge die "Kraft der Liebe" Ihre Herzen erreichen ... Ihre Autorin & Dozentin Karin Biela

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Kommentare: 1
  • #1

    Fritz (Sonntag, 20 Mai 2018 16:48)

    ...die Hohepriesterin, das passt! Mutter Natur agiert jetzt aus dem Vollen!